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02.04.12 von Redaktion
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Studie: Hält uns Marathonlaufen jung?

SPORTMEDIZIN. Das chirurgische Forschungslabor ARGE Moser der medizinischen Universität Wien geht im Rahmen des Vienna City Marathon 2012 der Frage nach, wie ein Langstreckenrennen den Alterungsprozess und mögliche Muskel-, Herz- oder gar Krebserkrankungen beeinflusst. Probanden gesucht!
 
(c) photos.com/ARGE Moser
Bernhard Moser und Christine Bekos untersuchen mit ihrem Team, wie sich eine große Ausdauersportbelastung auf unsere Gesundheit auswirkt. 


Lässt uns ein Marathon altern oder hält er uns jung? Wie werden unsere Abwehrsysteme, die mit Krankheiten und dem Altern in Verbindung stehen, durch intensiven Sport (negativ) beeinflusst? Dies sind die zwei wesentlichen Fragen, die das chirurgische Forschungslabor ARGE Moser an der Medizinischen Universität Wien beim Vienna City Marathon am 15. April 2012 zu beantworten sucht.

Eine wissenschaftliche Studie mit dem Titel „Die Physiologie von RAGE und RAGE-Liganden“ soll den Einfluss eines Marathons bzw. Halbmarathons auf den Alterungsprozess, den oxidativen Stress, mögliche Herz- und Krebserkrankungen sowie auf Muskelschwäche untersuchen. Was die Medizin schon jetzt weiß: Nach schweren körperlichen Belastungen – wie einem Marathon – sind bestimmte Laborparameter, die auf Entzündungen, Herzinfarkt, Leberschäden, Zell- und Muskelzerfall hindeuten, erhöht.

Molekül unter Dauerbeobachtung
RAGE (Receptor of Advanced Glycation Endproducts) ist ein Entzündungsfaktor, der bei Zuckerkrankheit, Herz- und Krebserkrankungen, im Alterungsprozess und bei oxidativem Stress erhöht ist. Das natürlicherweise vorhandene Molekül hat beim gesunden Menschen wichtige Funktionen im Immunsystem, führt aber im Krankheitsprozess zu langanhaltenden Entzündungen und Gewebeschäden im Körper. Eine im Blut messbare Form des Moleküls soll an Teilnehmern der Studie untersucht werden. Mit dieser Studie will die ARGE Moser untersuchen, wie sich u.a. dieser Entzündungsfaktor durch den Marathon verändert.

Was und wie wird getestet?
Mithilfe der beim Vienna City Marathon durchgeführten Messungen will die Forschungsgruppe Rückschlüsse auf molekulare Entzündungsmechanismen, Organfunktionen, Metabolismus oder auch Temperaturhaushalt rund um den Wettkampf gewinnen. Bis zu 200 freiwillige Teilnehmer unterziehen sich mehreren medizinischen und sportphysiologischen Messungen:

  • Lungenfunktionstest
  • Harnanalyse
  • Körperfettmessung
  • Körper- und Hauttemperaturmessung
  • Bluttests zur Laktatbestimmung
Dazu werden mit einem Fragebogens die Trainings- und Ernährungsgewohnheiten sowie die medizinische Anamnese erhoben. Alle Messungen werden zweimal durchgeführt: Einmal vor und einmal nach dem Marathon. Die Blutproben werden vor und unmittelbar nach dem Marathon sowie fünf bis sieben Tage nach dem Wettkampf entnommen. Besonders die dritte Blutabnahme nach ausreichender Erholungszeit ist von Bedeutung, um längerfristige Auswirkungen zu evaluieren.

Willst du ein Studienobjekt sein?
Falls du Interesse an deinen Messwerten hast oder einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag leisten möchtest, darfst du dich gerne mit dem Forschungsteam in Verbindung setzen. Kurzentschlossene können auch im VCM Medical Center der SPORTordination auf der VCM-Messe Vienna Sports World vorbeischauen.
 
Das Forschungsteam
Das Forschungslabor der Thoraxchirurgie ARGE Moser im Wiener AKH (Ebene 8, Leitstelle 8H, G2.08) unter der Leitung von Dr. Bernhard Moser beschäftigt sich mit molekularen Entzündungsmechanismen in Gesundheit und Krankheit. Besondere Schwerpunkte der Forschung sind die Muskelschwächeerkrankung Myasthenia gravis, Erkankungen der Thymusdrüse und der Lunge, deren Diagose und Therapie. Christine Bekos ist Medizinstudentin, leidenschaftliche Ausdauersportlerin und koordiniert das Forschungsvorhaben rund um den Vienna City Marathon am 15. April.

Kontakt
Christine Bekos: n0840363@students.meduniwien.ac.at
Dr. Bernhard Moser: bernhard.moser@meduniwien.ac.at

 
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