Wenn Wade und Schienbein zwicken
Bei Beschwerden im Bereich Unterschenkel ist oft ein Trainingsstopp angesagt. Hier die möglichen Ursachen für die Schmerzen und die wirksame Therapie.

Bei zu raschem Trainingsaufbau beschwert sich nicht selten die Unterschenkelmuskulatur.
Durch die vielseitige Belastung in der Laufbewegung und die abwechslungsreiche Gestaltung der Trainingsprogramme können Beschwerden im Unterschenkel auch ganz verschiedene Ursachen haben. Hier die vier gängigsten:
Muskelzerrungen
Entstehen meist nicht durch eine direkte Verletzung, sondern durch eine Spannungserhöhung im Muskel – und können durch die zusätzliche Freisetzung von schmerzauslösenden Substanzen aus den umgebenden Muskelfasern ausgesprochen unangenehm sein.
Meine Therapie: Trainingsstopp, Eisbeutel, Kompression mit elast. Binde, Hochlagern des schmerzenden Beines. Sehr gut helfen Dehnungsübungen nach Abklingen der akuten Schmerzsymptomatik
SchienbeinvorderkantensyndromEntzündung der Ansätze der Unterschenkelmuskulatur und der Beinhaut am vorderen Schienbeinrand. Tritt häufig bei Läufern mit Beinachsenproblemen auf. Typisch sind Schmerzen an der Schienbeinvorderkante
Meine Therapie: Trainingsstopp, Dehnungsübungen, Beinachsentraining, Optimierung der Laufschuhe
Chronisches Kompartmentsyndrom
Tritt bei zu raschem Trainingsaufbau auf, da die Unterschenkelmuskulatur rascher an Umfang zunimmt als die sie umgebenden Sehnenfächer. Typisch ist ein dumpfes Druckgefühl im Bereich der vorderen Muskulatur des Unterschenkels.
Meine Therapie: Eisbeutel, Trainingsstopp. Bei Anhalten der Beschwerden ist eventuell die Operation erforderlich
Stressfraktur Darunter versteht man einen Ermüdungsbruch am Unterschenkel durch zu hohe und lange Belastungseinheiten. Tritt vor allem bei Läufern auf, die eine lange Trainingspause hatten und plötzlich in hohem Ausmaß trainieren. Betroffen ist vor allem der Unterschenkel. Ermüdungsbrüche können aber auch an den Mittelfußknochen, am Oberschenkel und am Becken auftreten.
Typisch sind plötzlich auftretende Schmerzen, die das Laufen gänzlich unmöglich machen. Die Schmerzen bestehen nur beim Laufen. Gehen oder Radfahren ist kein Problem.
Achtung: oft wird ein Röntgen gemacht – und wenn darauf nichts erkennbar ist, der Sportler mit Schmerztabletten nach Hause geschickt. Das kann dazu führen, dass bei weiterem Training z.B. der Unterschenkel bricht. Daher sollte bei Verdacht auf einen Ermüdungsbruch immer ein MRI gemacht werden.
Meine Therapie: Trainingsstopp! Radfahren und Krafttraining sind erlaubt.
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