Kalte Hände und heiße Füße in Tirol
Das schlechte Wetter hat uns im Kühtai eingeholt. Das heißt, dass ich mein geplantes Programm ein wenig abändern werde. Und auch eine kleine Sünde ist erlaubt. Hier mein Almgruß Nr. 3!

Wer sportlich etwas erreichen will, muss auch hart dafür trainieren.
Mieses Wetter? Seit Freitag leider ja! Zuvor haben wir ja echt Glück gehabt. Jeder Tag mit Sonnenschein. Der Vorteil ist aber, dass Markus und ich jederzeit runter nach Innsbruck fahren können. Dort ist es mit 17 bis 20 Grad immer relativ warm. Im Kühtai gibt es zeitweise nur 2, 3 Grad.
Wo sind meine Handschuhe?!
Trotz des schlechten Wetters haben wir jeder für sich einige intensive Einheiten zu absolvieren. Die meistern wir aber ziemlich gut. Am Sonntag ist dann Zeit für eine gemeinsame Trainingseinheit. Es geht ziemlich hoch hinaus, zum Schilift, der auf 2.450 m Höhe liegt. Diesmal wird aber nicht gemütlich gewandert. Nein, ich begleite Markus bei einem Fahrtspiel. Das bringt uns beide viel, da wir uns gegenseitig antreiben. Ohne Handschuhe und Haube ist es doch ziemlich kalt dort oben, es liegt sogar ein bisschen Schnee.
Nach dieser buchstäblich "coolen" Einheit werden wir zum Interview geladen, das im Rahmen des Wandercups der Tiroler Tageszeitung (für den wir vorher in einem Artikel geworben haben) stattfindet. Vor versammelter Wanderschaft stehen wir Rede und Antwort - mal ganz was anderes.
Der Hammer: Intervalltraining auf 2.350 m Seehöhe
Am Montag folgt wieder intensives Training. Ich habe mich dazu durchgerungen, meine 1000-er Intervalle diesmal nicht in Innsbruck, sondern am Finstertaler Stausee auf 2.350 m Seehöhe zu absolvieren. Das ist ein wahrer Hammer für den Körper! Zudem ist’s auch noch bitterkalt. Zuerst will ich die Einheit schon auf den Nachmittag verschieben … aber was soll’s!? Gejammert wird später! Ich raffe mich auf und nutze die einmalige Möglichkeit. Die Zeiten sind natürlich nicht so gut wie im Stadion. Aber die Herzfrequenz muss passen. Und die Füße werden so richtig schön heiß.
Nach einem abschließenden Dauerlauf folgt für mich die wohl verdiente Belohnung. Ja, auf der Alm, da gibt's auch a Sünd: ein saftiger, picksüßer Germknödel!

Am Dienstag und Mittwoch stehen Kerneinheiten (Sprints und Tempoläufe) auf dem Programm. Teilweise sehr hart. Aber geschafft. Am Donnerstag mache ich ein Fahrtspiel, Freitag lockeres Programm. Und am Samstag treten wir schon die Heimreise an. Leider. Jetzt heißt es abwarten, was das Trainingslager in den Tiroler Bergen gebracht hat. Die Events im Herbst werden es zeigen. Ich bin gespannt.
Alles Liebe von der Alm, eure Lissi!
